Swiss Iron Board SIB

1998 wurde in der Schweiz die erfolgreiche intravenöse Eisentherapie eingeführt, die sich inzwischen in der ganzen Schweiz ausgebreitet hat. Über eine Million Eisenmangelpatienten wurden bisher behandelt mit Hilfe von über 10‘000 Ärzten. Die Krankenkassen bezahlen diese Therapie, weil sie die WZW-Kriterien erfüllt. (Swiss Medical Board mit HTA von 2014). WZW steht für Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit. Eine Therapie wird nur dann von den Krankenkassen bezahlt, wenn die WZW-Kriterien erfüllt werden (KVG, Art. 32).

Seit 2015 lässt die Schweizer Regierung die Erkenntnisse des Swiss Medical Board von 2014 quasi “links liegen” und führt eine zweite Untersuchung über die Eisentherapie (HTA) durch mit der Absicht, deren Kassenpflicht aufzuheben. In einer ersten Phase hat das BAG 2015 und 2017 zwar noch mitgeteilt, dass man sich “brav” an die WZW-Kriterien halten werde. In einer zweiten Phase (Sommer 2018) liess Bern dann allerdings verlauten, dass man im Gegensatz zur ersten Phasen nun in einer zweiten Phase auf die Beurteilung von Wirksamkeit und Zweckmässigkeit doch verzichten und nur noch die Wirtschaftlichkeit berücksichtigen werde. Dadurch wird Artikel 32 des Krankenversicherungsgesetzes verletzt. Artikel 32 fordert die WZW-Kriterien.

Aus WZW wurde W

Deshalb ist aus Sicht der Swiss Iron Health Organisation SIHO die Schweizer Regierung nicht mehr in der Lage, über die Kassenpflicht der Eisentherapie zu entscheiden. Ein Berner Entscheid gegen die Kassenpflicht ohne Kenntnis der WZW-Kriterien würde nicht nur gegen das KVG verstossen, sondern wäre auch im höchsten Grade unethisch, vornehmlich den Frauen gegenüber. Sie können nichts für ihre Menstruation mit dem regelmässigen Eisenverlust. Man darf sie dafür nicht bestrafen, indem man ihnen die Kosten für den notwendigen SIHO-Eisenausgleich “aufs Auge drückt”, wie es der Bundesrat offensichtlich beabsichtigt. Die Kassenpflicht für die Eisentherapie muss aus Sicht der Schweizer Ärzteschaft und der Eisenmangelfrauen auf jeden Fall bestehen bleiben, wie es seit zwanzig Jahren der Fall ist.

SIHO hat bezüglich dieses Problems am 4. Oktober 2018 eine Anfrage an Bundesrat Alain Berset gerichtet.

Das Swiss Iron Board ist eine Interessensgemeinschaft mit einem klaren Ziel. Wir fordern, dass sich die Schweizer Regierung beim Eisen-HTA an die WZW-Kriterien hält gemäss KVG und der Empfehlungen des Bundesrates, der FMH, der Vertauensärzte, des Swiss Medical Board und der SIHO.