Antwort des Bundesrats

29. Oktober 2018: Antwort von Dr. med. Matthias Menig vom Bundesamt für Gesundheit – im Auftrag des Bundesrats

Sehr geehrter Herr Schaub

Besten Dank dafür, dass Sie uns die E-Mail an Herrn Bundespräsident Berset zur Kenntnis geben. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um den korrekten Sachverhalt kurz zu erläutern:

Das HTA zur Eisentherapie bei Eisenmangel ohne Anämie wird in Teilschritten bearbeitet, von denen der erste Schritt das Assessment der Wirksamkeit ist. Den zugehörigen Scope hatten wir Ihnen im September 2017 zur Kenntnis gegeben. Während hierzu noch weiterführende Analysen ausstehen, hat dieser Teil wichtige Zwischenergebnisse geliefert, die für die Konkretisierung der im zweiten Schritt zu bearbeitenden gesundheitsökonomischen Fragestellung massgeblich waren. Das im Juli diesen Jahres publizierte Scope-Dokument betrifft lediglich diesen gesundheitsökonomischen Teil des HTA. Der fertige HTA-Bericht wird sowohl die Ergebnisse zur Wirksamkeit als auch die zur Wirtschaftlichkeit enthalten und eine wesentliche Grundlage zur WZW-Beurteilung der Eisentherapie bei Eisenmangel ohne Anämie darstellen. Hierzu wird die zuständige Eidg. Kommission beraten und ggf. eine Empfehlung zur OKP-Leistungspflicht abgeben. Das Eidg. Departement des Innern wird in Kenntnis dieser Empfehlung und sofern aufgrund der vorliegenden Informationen dazu Veranlassung gesehen wird, einen Entscheid zur OKP-Leistungspflicht treffen.

Es ist somit nicht zutreffend, dass die WZW-Beurteilung durch eine reine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ersetzt wurde. Wir möchten Sie somit bitten, die Informationen auf Ihren Internetseiten diesbezüglich zu überprüfen und anzupassen.

In Bezug auf Ihre Frage zum SMB-Bericht möchten wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im BAG-Scopingbericht 2015 (Abschnitt 4) sowie auf die Kommentare im Bericht zur Stakeholderkonsultation 2017 (Abschnitt 4) verweisen. Dem ist u. a. zu entnehmen, dass das SMB selbst davon ausgeht, dass der eigene Bericht nur einen Teilaspekt der aktuellen HTA-Fragestellung abdeckt.

Freundliche Grüsse

Matthias Menig

Matthias Menig, Dr. med.

Eidgenössisches Departement des Innern EDI

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